7.8.2020: Grönland – Nanortalik

Auf der größten Insel der Welt gibt es keine Straßen, die einzelne Siedlungen miteinander verbinden – sie alle enden am Stadtrand. Wer von einer Siedlung zur anderen möchte, nimmt Flugzeug, Boot, Schneemobil, Helikopter oder Hundeschlitten. Die meisten Grönländer leben an der eisfreien, von Fjorden gesäumten Küste vor allem im Südwesten, wie hier in der Region von Nanaortalik. Fast alle Siedlungen der riesigen Insel bestehen aus farbenfrohen Häusern, die sich oft besonders malerisch von der schroffen, fast vegetationslosen Landschaft abheben.

Foto: C. Nowak

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6.8.2020: Kapverdische Inseln – Fogo

Fast 3000 m ragt das perfekt geformte Dreieck des Pico de Fogo in den Himmel, weithin sichtbar als unübersehbares Menetekel. Die Fahrt von der kleinen Inselhauptstadt São Filipe hinauf zur Caldeira komprimiert 100 000 dramatische Jahre Erdgeschichte. Anfangs schweift der Blick noch über sonnenverbranntes Savannengras, entlang der Straße gehen die Dörfer fast nahtlos ineinander über. In mühseliger Arbeit ringen die Menschen dem trockenen Boden ein paar grüne Halme ab. Ein fast aussichtsloses Unterfangen in dieser archaischen Landschaft.

Foto: C. Nowak

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5.8.2020: Irland – Glendalough

Ab dem 6. Jahrhundert war die vom heiligen Kevin gegründete Klostersiedlung ein wichtiges spirituelles Zentrum, in dem mehrere Hundert Mönche und Klosterschüler lebten. Die meisten Gebäude, die bis heute erhalten geblieben sind, stammen aus der Zeit zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert. So auch die Kathedrale und das Kevin’s Kreuz. Viel fotografiert ist der über 30 Meter hohe schmale Rundturm. Er diente den Mönchen als Glockenturm, Vorratsraum und Wehrturm.

Foto: C. Nowak

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4.8.2020: Antarktis – Half Moon Island

Die kleine Halbmondinsel befindet sich im Archipel der Südlichen Shetlandinseln. Von einem einstigen Vulkan ist nur der sichelförmige Kraterrand geblieben. Schon vom Schiff aus sind die bizarren Felstürme der Insel, das benachbarte Livingston Island mit seinen Gletschern sowie die roten Häuser der argentinischen Sommerstation Teniente Camara zu erkennen. Die Tierwelt ist vielfältig und zahlreich. Auf dem Strand stehen Dutzende von Zügelpinguinen, hin und wieder springen einige aus dem Wasser und watscheln über den Kiesstrand mitten zwischen den faul herumliegenden Pelzrobben hindurch. Von Menschen, die in ihr Revier eindringen, nehmen weder Pinguine noch Robben Notiz.

Foto: C. Nowak

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3.8.2020: Griechenland – Berg Athos

Vor rund 1000 Jahren wurde das Kloster Dochiariou gegründet, heute ist es ist eines der 20 Klöster in der Mönchsrepublik Athos. Es ist dem Erzengel Michael geweiht und liegt an der Westküste des Athos. Besteigt man in Ouranoupolis das Schiff, ist es das erste Kloster, das angelaufen wird. Die meisten der heutigen Bauten stammen aus dem 16. Jahrhundert und liegen gut sichtbar an einem Hang. Höchstes Gebäude ist der Bibliotheksturm, der auch die Hauptkirche, das Katholikon überragt. Die ganze Mönchsrepublik Athos ist Weltkulturerbe.

Foto: C. Nowak

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31.7.2020: Deutschland – Wattenmeer

Seit 2011 zählen das Wattenmeer vor Niedersachsen und Schleswig-Holstein samt dem Teil, der zu Hamburg gehört, zum Weltnaturerbe. 2014 wurden dann auch noch große Teile des dänischen Wattenmeeres unter Schutz gestellt. Anfangs stieß die Einrichtung des Nationalparks Wattenmeer auf heftigen Widerstand bei den Einheimischen, denn die Krabbenfischer sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Doch mittlerweile steht die Küstenbevölkerung dem Schutzgebiet positiv gegenüber, unter anderem, weil seit der Gründung die Urlauberzahlen stetig gestiegen sind.

Foto: C. Nowak

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30.7.2020: Kuba – Pinar del Río

Die Region von Pinar del Río ist geprägt von sanften Tälern und Bergketten. Besondes charakteristisch sind die bizarren Kalksteinkegel, die Mogotes. Das Gebiet von Soroa ist bekannt für seinen Wasserfall und den Orchiedeengarten. In den fruchtbaren Tälern von Pinar del Río wird der angeblich beste Tabak der Welt angebaut. Eine Attraktion ist auch die Mural de la Prehistoria, ein in kräftigen Farben leuchtendes Monumentalgemälde auf einer Felswand, das die Evolutionsgeschichte zeigt.

Foto: C. Nowak

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28.7.2020: Argentinien – Ushuaia

Die südlichste Stadt Argentiniens liegt am Beagle-Kanal auf 54° 48‘ südlicher Breite und konkurriert mit dem chilenischen Puerto Williams um den Titel der südlichsten Stadt der Welt. Der Stadtname Ushuaia kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yámana und bedeutet „Bucht, die nach Osten schaut“. Gern schmückt sich die Stadt mit dem Zusatz „Ein del Mundo“ – Ende der Welt, und untermauert diesen Anspruch mit einer Reihe Schildern: Berlin 14.105 km, New York 10.602 km. Viele Touristen kommen nach Ushuaia, um von hier die grandiose Natur des Feuerland-Nationalparks zu erkunden oder zu einer Antarktisexpedition aufzubrechen.

Foto: C. Nowak

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27.7.2020: Italien – Venedig

Der Karneval in Venedig lässt sich fast 1000 Jahre zurückverfolgen, seine größte Pracht erreichte er zu Lebzeiten Casanovas. Als die Markusrepublik Ende des 18. Jh. durch Napoléon Bonaparte ihre Selbständigkeit verlor, geriet der Karneval in Vergessenheit. Erst ab den 1980er Jahren wurde die Tradition wiederbelebt. Heute findet man ab Mitte Februar in den engen Gassen zwischen Markusplatz und Rialtobrücke das Hauptspektakel statt, hier sieht man die prächtigsten Masken und Kostüme. Allerdings ist es hier auch so voll, dass man in dem Gedränge kaum vorwärtskommt.

Foto: C. Nowak

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24.7.2020: Ecuador– Otavalo

Otavalo liegt rund 90 km oder zwei Autostunden nördlich von Quito. Markt wird in dem Ort jeden Tag abgehalten, aber jeden Samstag verwandelt sich die ganze Stadt in einen einzigen riesigen Marktplatz, zu dem die Händler von weit her anreisen. Die bekannteste Attraktion, die auch die meisten Touristen anzieht, ist der Indiomarkt auf dem Plaza de Ponchos, der als der größte in Südamerika gilt. Angeboten werden vor allem Textilien, bunte Schals, Decken und Ponchos, aber auch Kunsthandwerk wie Schmuck, Töpferwaren, Panamahüte und Geschirr. Alles gibt es im Überfluss, aber berühmt sind die Otavaleños vor allem für ihre Webwaren, die in allen Regenbogenfarben leuchten.

Foto: C. Nowak

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23.7.2020: Jordanien – Petra

Jordanien war seit frühester Zeit Heimat unterschiedlichster Völker. Hauptanreiz in dieser Gegend zu siedeln war schon immer das Wasser, denn in den Bergen und Hügeln fällt reichlich Regen, manchmal sogar Schnee. Sie alle haben ihre Spuren hinterlassen, so auch die Nabatäer, die das Wunder von Petra geschaffen haben. Sie haben in den rosaroten Berge der südlichen Wüste mit Petra eine märchenhafte Tempelstadt geschaffen, einst Hauptstadt ihres Königreiches. Durch eine enge Schlucht aus rosarotem Gestein nähert man der Hauptsehenswürdigkeit, dem aus dem Felsen gemeißelten monumentalen Grabtempel.

Foto: C. Nowak

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22.7.2020: Deutschland – Anklam

Otto Lilienthal (1848–1896) war ein deutscher Luftfahrtpionier, der als erster Mensch erfolgreich Gleitflüge durchführte. Nach akribischen Vorarbeiten und wissenschaftlichen Studien an Tragflächen begann er 1891 mit den ersten Flugversuchen. 1896 starb er nach einem Absturz aus rund 15 m Höhe in der Berliner Universitätsklinik. Das Otto-Lilienthal-Museum in seinem Geburtsort Anklam zeigt einige seiner Flugapparate und informiert über sein Leben.

Foto: C. Nowak

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21.7.2020: Kapverdische Inseln – Sal

Sal ist die Insel der Strände und des Windes und deshalb das ideale Reiseziel für Surfer, Kitesurfer, Windsurfer und auch alle, die sich für Sport an oder im Wasser interessieren. Abseits der Strände hat die Insel jedoch nur wenig zu bieten. Eine Wanderung zum Vulkankrater Pedra Lume oder zum Naturpool von Buracona zählen zum Pflichtprogramm. Bis auf wenige niedrige Vulkankrater ist Sal bretteben und fast vegetationslos.

Foto: C. Nowak

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20.7.2020: Dänemark – Kopenhagen

Eine Front aus alten, bunt gestrichenen Häusern und die vor Anker liegenden nostalgischen Holzschiffe am Nyhavn-Kanal bilden eines der beliebtesten Fotomotive Kopenhagens. Auf der Sonnenseite von Nyhavn reiht sich Kneipe an Kneipe. Im Sommer stellen Cafés und Restaurants Tische, Stühle und Sonnenschirme vor der Tür. Trotzdem ist kaum ein Platz zu finden, bis in den späten Abend herrscht hier Trubel. Nyhavn ist seit Jahren bei Kopenhagenbesuchern und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Ein erstaunlicher Wandel, denn zu Zeiten von Hans Christian Andersen war Nyhavn noch ein zwielichtiger Rotlichtbezirk mit Hafenkneipen und Bordellen.

Foto: C. Nowak

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17.7.2020: Polen – Danzig

Auffälligstes Gebäude am Ufer der Mottlau ist das Krantor. Hier wurden früher die Schiffe be- und entladen und die Waren durch das Krantor in die Stadt gebracht. Es war der größte Hafenkran des Mittelalters. Nicht weit entfernt gelangt man durch das spätgotische Frauentor seit dem Ende des 15. Jahrhunderts in die Frauengasse, eine malerische Kopfsteinpflasterstraße, die von sehenswerten Gebäuden gesäumt ist.

Foto: C. Nowak

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16.7.2020: Island – Dynjandifälle

Schon die Fahrt zu diesen Wasserfällen in den Westfjorden ist ein Erlebnis. Wer von Süden kommt, fährt von Bíldudalur anfangs auf kurviger Straße am Fjord entlang. Bald entfernt sich die Straße vom Meer und führt auf die Dyjandisheiði, eine karge Hochebene. Vor allem der Blick in Richtung Westen fasziniert, denn dort liegt der von steilen Felswänden umgebene Arnarfjörður. Von der Hochebene schlängelt sich die Straße wieder hinunter zu den Dynjandifällen. Insgesamt bildet der Fluss Dynjandisá sechs Wasserfälle mit einer Gesamtfallhöhe von fast 200 m. Besonders beeindruckend ist der erste, der 100 m hohe Fjallfoss. An der oberen Kante misst er 30 Meter, fächert sich nach unten aber auf die doppelte Breite auf.

Foto: C. Nowak

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15.7.2020: Finnland – Helsinki

Ein Großbrand legte 1808 fast alle Häuser Helsinkis in Schutt und Asche. Danach wurde die Stadt mit schnurgeraden Straßen und großen Plätzen neu aufgebaut. Der preußische Architekt Carl Ludwig Engel schuf ein neues Zentrum mit Senatsplatz und schneeweißem Dom. Sein Auftraggeber Zar Alexander II. wird mit einem Denkmal in der Mitte des Platzes geehrt. Vom Senatsplatz führt eine breite Freitreppe hinauf zum Dom. Machen Sie es wie alle und setzen Sie sich auf eine der obersten Stufen und genießen die Sonne und den Blick auf Helsinkis Prachtbauten. Zur Rechten liegt die Universität, zur Linken das Regierungspalais. An der Südostecke des Platzes steht das relativ unauffällige, 1757 erbaute, Sederholm-Haus, das älteste Steingebäude der Stadt, das die Feuersbrunst überstanden hat.

Foto: C. Nowak

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14.7.2020: Norwegen – Jostedalsbre

Der Jostedalsbre bedeckt eine Fläche von knapp 500 km2 und ist damit der größte Gletscher auf dem europäischen Festland. Das Gletscherplateau, aus dem einige eisfreie Gipfel herausragen, liegt zwischen 1600 und 1900 m ü. d. M., von hier fließen rund zwei Dutzend Gletscherzungen zu Tal. Da um den Jostedalsbre noch viele weitere kleinere Eisfelder liegen, nennen die Norweger das Gebiet Breheimen, Heimat der Gletscher. Auf der Nordseite streckt der Nordfjord einige Seitenarme bis nahe an die Gletscherwelt. Von Süden reichen die Arme des mächtigen Sognefjords ebenfalls bis fast ans Eis. Am einfachsten erreicht man den Jostedalsbre entweder von Norden über die Ferienorte Olden und Loen oder von Süden über Fjærland und Gaupne. Am leichtesten zugänglich sind die Gletscherzungen Briksdalsbre und Nigardsbre.

Foto: C. Nowak

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13.7.2020: Island – Jökulsárlón

Der Gletschersee Jökulsárlón liegt am Südrand des Vatnajökull zwischen Skaftafell und Höfn. Die Nähe zur Ringstraße macht den See zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Islands. Von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull, die sich in den letzten 100 Jahren über zwei Kilometer zurückgezogen hat, brechen ständig Eisberge ab, stürzen in den See und treiben dann über einen kurzen Fluss aufs Meer. Dicht gedrängt schwimmen deshalb auf dem See blaue, weiße oder schwarz-weiß gestreifte Eisberge. Blau erscheinen vor allem frisch abgebrochene Blöcke, da sie noch frei von Luftblasen sind. Nach einiger Zeit werden die Eisberge dann durch Lufteinlagerungen Weiß, schwarze Farbbänder im Eis entstehen durch Ascheschichten nach Vulkanausbrüchen. Der Jökulsárlón diente schon in mehreren Filmen von James Bond über Tomb Raider bis Batman als fantastische Kulisse.

Foto: C. Nowak

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10.7.2020: Estland – Saaremaa

Die Bischhofsburgin Saaremaas Hauptort Kuressaare ist eine der wenigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Steinburgen des Baltikums und typisch für die einst im Machtbereich des Deutschen Ordens errichteten befestigten Konventsbauten. Die im 15. Jh. vollendeten Rundtürme sollten Kanonen aufnehmen; der gewaltigste von ihnen war der Geschützturm. Die Erdbefestigungen entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jh. Mit vier starken Bastionen, den Wällen, drei Außenwerken und dem mit Meerwasser gefüllten Graben war die Burg zu ihrer Zeit ein kaum einzunehmender Wehrbau. Und doch ging sie im Nordischen Krieg ging in Flammen auf; 1762 begann der Wiederaufbau, danach diente sie als Repräsentationsgebäude der Ritterschaft von Saaremaa. Vier dreistöckige Flügel umschließen den Innenhof. Die Mauern sind aus wuchtigen, behauenen Dolomitblöcken, die geometrische, spätgotische Architektur verleiht dem Bau eine strenge Schönheit, die über 20 m hohen, fast fensterlosen Mauern vermitteln den Eindruck der Uneinnehmbarkeit. In den Innenräumen befindet sich ein Museum.

Foto: C. Nowak

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9.7.2020: Schweden – Dalapferdchen

Elvis Presley hat eines bekommen, und auch Bill Clinton durfte sich ein Exemplar ins Weiße Haus stellen. Auch viele Touristen kommen mit einem der meist rot bemalten Dalapferdchen von einem Schwedenurlaub nach Hause, denn jeder Souvenirladen hat das symbolträchtige Tier im Sortiment. Nach Größen sortiert stehen sie auf stämmigen Beinen in Reih und Glied und warten dort auf Käufer. Doch die Heimat der Dalapferdchen ist das kleine Dorf Nusnäs am Siljansee. Hier begann ihr Aufstieg zum Massenprodukt und Exportschlager schon in den 1920er Jahren. Die Ursprünge reichen aber bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals saßen die Waldarbeiter an den langen Winterabenden in ihren Hütten, erzählten sich Geschichten und schnitzten Holzspielzeug für die Kinder. Da zu dieser Zeit das Pferd noch unentbehrlich war – im Winter zog es die Holzstämme aus dem Wald und im Sommer pflügte es die Äcker – entwickelten die Menschen zwangsläufig eine enge Beziehung zu ihren Pferden. Fahrende Händler nahmen die bemalten Holzpferderdchen in ihr Sortiment auf und machten sie im ganzen Land bekannt.

Foto: C. Nowak

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8.7.2020: Deutschland – Berliner Buddy-Bär

Die Idee zu den lebensgroßen Buddy-Bären hatten Eva und Klaus Herlitz sowie der österreichische Künstler Roman Strobl. Angefangen hat es 2001 mit vier verschiedenen Bärentypen, dem „Freund“ der auf allen vieren steht, dem sitzenden „Freund“, dem „Tänzer“, der auf den Hinterbeinen steht und dem „Akrobat“, der einen Kopfstand macht. 350 Bären wurden bemalt und über all in Berlin aufgestellt. Die Aktion war solch ein Erfolg, dass mehr als 2000 Bären weltweit als Berlin-Botschafter fungieren. Auch vor allen Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland sollen irgendwann Buddy-Bären stehen. Mittlerweile sieht man auch nicht mehr nur die vier Urtypen, denn der Bemalung sind keine Grenzen mehr gesetzt.

Foto: C. Nowak

Hier hibt es den Buddy-Bär für zu Hause…

7.7.2020: Lettland – Rīga

Unübersehbar erhebt sich am Übergang von der Altstadt zum neuen Zentrum das 42 m hohe Freiheitsdenkmal. An seiner Spitze reckt „Milda“, die Gestalt der Freiheit, drei goldene Sterne in die Höhe reckt. Diese stellen die drei historischen Regionen Lettlands, Kurland, Livland und Lettgallen, dar. Den russischen Besatzern war das Denkmal nie geheuer, deshalb haben sie mehrmals versucht, „Milda“ loszuwerden. Mal sollte das Denkmal gesprengt werden, dann wurde es für baufällig und zur Gefahr für den Verkehr erklärt. Deshalb machte der Bürgermeister von Rīga den Brīvības bulvāris kurzerhand zur Fußgängerzone. Als alles nichts half, wurde „Milda“ von den Besatzern zu Mütterchen Russland umgewidmet, die die drei baltischen Staaten in der Hand hält, aber geglaubt hat es niemand. Die Gestalt der Freiheit beschützte weiterhin die Demonstranten, die zu ihren Füßen immer vehementer und erfolgreicher Perestroika und Glasnost einforderten.

Foto: C. Nowak

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6.7.2020: Kanada – Glacier Skywalk

Der Jasper-Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta ist größer als Zypern und liegt in der beeindruckenden Bergwelt der Rocky Mountains. Der Icefields Parkway führt durch diese grandiose Landschaft und verbindet den Banff Nationalpark mit dem Jasper Nationalpark. Gespickt mit atemberaubenden Ausblicken gehört der Parkway zu den schönsten Straßen der Welt. Unweit der Straße kann man auf dem 500 m langen Glacier Skywalk einen Panoramablick über das fast 300m tiefer gelegene Sunwapta Valley werfen, das von gewaltigen Bergen gesäumt wird. Höhepunkt des Rundwegs entlang der Kante ist eine Aussichtsplattform mit gläsernem Boden, die bogenförmig 30 m über den Abgrund hinausragt. Der Blick durch den gläsernen Boden in die Tiefe ist spektakulär, wer ihn wagt, sollte allerdings schwindelfrei sein.

Foto: C. Nowak

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3.7.2020: Irland – Giant’s Causeway

Der Giant’s Causeway zählt zum UNESCO Welterbe und zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Irlands. Um die rund 40.000 Basaltsäulen an der Nordküste der Grafschaft Antrim ranken sich zahlreiche Mythen. Nach einer der bekanntesten Legenden wollte der Riese Finn McCool einen Damm bis nach Schottland bauen, wo ähnliche Basaltsäulen zu finden sind, damit er trockenen Fußes zu seiner Liebsten gelangen konnte. Geologen sehen die Entstehung nüchterner, für sie sind die Säulen bei einem Vulkanausbruch vor 60 Mio. Jahren entstanden. Die meisten Säulen sind sechseckig und rund 30 Zentimeter dick, es gibt aber auch welche mit vier, fünf, acht und zehn Seiten. Im Visitor Centre kann man sich über die Entstehung informieren.

Foto: C. Nowak

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2.7.2020: Litauen – Grutas Park

Ein Geschäftsmann aus Druskininkai fing 1889 an, demontierte Sowjetdenkmäler zu sammeln und neben seinem Gehöft aufzustellen. 2001 machte er seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich – und erntete viel Kritik. Zu verhasst war vielen Litauern die Sowjetzeit und die Monumentalskulpturen rissen viele Wunden auf. Mittlerweile stehen im Grūtas Park rund 100 oft monumentale Skulpturen und die Sammlung ist ein Publikumsmagnet mit mehreren Hunderttausend jährlichen Besuchern.

Foto: C. Nowak

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1.7.2020: Norwegen – Lofoten

Die Lofoten liegen nördlich des Polarkreises und sind vom Festland durch den Vestfjord getrennt. Die fünf größten Inseln, Moskenesøy, Flakstadøy, Vestvågøy, Gimsøy und Austvågøy sind alle durch Brücken oder Tunnel miteinander verbunden. Bei einer Annäherung über den Vestfjord taucht die Bergkette der Lofoten mit ihren bis zu tausend Meter hohen Gipfeln wie eine Fata Morgana aus dem Meer auf. Die Lofotenwand kündigt eine Landschaft wie aus dem Märchen an. Bizarre Berge, dunkel drohend oder mit sanftem Grün überzogen. Strände von karibischer Schönheit mit weißem Sand und türkisfarbenem Meer, nur die Palmen und eine erträgliche Wassertemperatur fehlen noch zum vollkommenen Glück. Der mit Steinen übersäte Sandstrand von Uttakleiv auf Vestvågøy wurde 2005 von der englischen Times als einer der schönsten Strände Europas ausgezeichnet.

Foto: C. Nowak

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