15.7.2020: Finnland – Helsinki

Ein Großbrand legte 1808 fast alle Häuser Helsinkis in Schutt und Asche. Danach wurde die Stadt mit schnurgeraden Straßen und großen Plätzen neu aufgebaut. Der preußische Architekt Carl Ludwig Engel schuf ein neues Zentrum mit Senatsplatz und schneeweißem Dom. Sein Auftraggeber Zar Alexander II. wird mit einem Denkmal in der Mitte des Platzes geehrt. Vom Senatsplatz führt eine breite Freitreppe hinauf zum Dom. Machen Sie es wie alle und setzen Sie sich auf eine der obersten Stufen und genießen die Sonne und den Blick auf Helsinkis Prachtbauten. Zur Rechten liegt die Universität, zur Linken das Regierungspalais. An der Südostecke des Platzes steht das relativ unauffällige, 1757 erbaute, Sederholm-Haus, das älteste Steingebäude der Stadt, das die Feuersbrunst überstanden hat.

Foto: C. Nowak

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14.7.2020: Norwegen – Jostedalsbre

Der Jostedalsbre bedeckt eine Fläche von knapp 500 km2 und ist damit der größte Gletscher auf dem europäischen Festland. Das Gletscherplateau, aus dem einige eisfreie Gipfel herausragen, liegt zwischen 1600 und 1900 m ü. d. M., von hier fließen rund zwei Dutzend Gletscherzungen zu Tal. Da um den Jostedalsbre noch viele weitere kleinere Eisfelder liegen, nennen die Norweger das Gebiet Breheimen, Heimat der Gletscher. Auf der Nordseite streckt der Nordfjord einige Seitenarme bis nahe an die Gletscherwelt. Von Süden reichen die Arme des mächtigen Sognefjords ebenfalls bis fast ans Eis. Am einfachsten erreicht man den Jostedalsbre entweder von Norden über die Ferienorte Olden und Loen oder von Süden über Fjærland und Gaupne. Am leichtesten zugänglich sind die Gletscherzungen Briksdalsbre und Nigardsbre.

Foto: C. Nowak

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13.7.2020: Island – Jökulsárlón

Der Gletschersee Jökulsárlón liegt am Südrand des Vatnajökull zwischen Skaftafell und Höfn. Die Nähe zur Ringstraße macht den See zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Islands. Von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull, die sich in den letzten 100 Jahren über zwei Kilometer zurückgezogen hat, brechen ständig Eisberge ab, stürzen in den See und treiben dann über einen kurzen Fluss aufs Meer. Dicht gedrängt schwimmen deshalb auf dem See blaue, weiße oder schwarz-weiß gestreifte Eisberge. Blau erscheinen vor allem frisch abgebrochene Blöcke, da sie noch frei von Luftblasen sind. Nach einiger Zeit werden die Eisberge dann durch Lufteinlagerungen Weiß, schwarze Farbbänder im Eis entstehen durch Ascheschichten nach Vulkanausbrüchen. Der Jökulsárlón diente schon in mehreren Filmen von James Bond über Tomb Raider bis Batman als fantastische Kulisse.

Foto: C. Nowak

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10.7.2020: Estland – Saaremaa

Die Bischhofsburgin Saaremaas Hauptort Kuressaare ist eine der wenigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Steinburgen des Baltikums und typisch für die einst im Machtbereich des Deutschen Ordens errichteten befestigten Konventsbauten. Die im 15. Jh. vollendeten Rundtürme sollten Kanonen aufnehmen; der gewaltigste von ihnen war der Geschützturm. Die Erdbefestigungen entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jh. Mit vier starken Bastionen, den Wällen, drei Außenwerken und dem mit Meerwasser gefüllten Graben war die Burg zu ihrer Zeit ein kaum einzunehmender Wehrbau. Und doch ging sie im Nordischen Krieg ging in Flammen auf; 1762 begann der Wiederaufbau, danach diente sie als Repräsentationsgebäude der Ritterschaft von Saaremaa. Vier dreistöckige Flügel umschließen den Innenhof. Die Mauern sind aus wuchtigen, behauenen Dolomitblöcken, die geometrische, spätgotische Architektur verleiht dem Bau eine strenge Schönheit, die über 20 m hohen, fast fensterlosen Mauern vermitteln den Eindruck der Uneinnehmbarkeit. In den Innenräumen befindet sich ein Museum.

Foto: C. Nowak

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9.7.2020: Schweden – Dalapferdchen

Elvis Presley hat eines bekommen, und auch Bill Clinton durfte sich ein Exemplar ins Weiße Haus stellen. Auch viele Touristen kommen mit einem der meist rot bemalten Dalapferdchen von einem Schwedenurlaub nach Hause, denn jeder Souvenirladen hat das symbolträchtige Tier im Sortiment. Nach Größen sortiert stehen sie auf stämmigen Beinen in Reih und Glied und warten dort auf Käufer. Doch die Heimat der Dalapferdchen ist das kleine Dorf Nusnäs am Siljansee. Hier begann ihr Aufstieg zum Massenprodukt und Exportschlager schon in den 1920er Jahren. Die Ursprünge reichen aber bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals saßen die Waldarbeiter an den langen Winterabenden in ihren Hütten, erzählten sich Geschichten und schnitzten Holzspielzeug für die Kinder. Da zu dieser Zeit das Pferd noch unentbehrlich war – im Winter zog es die Holzstämme aus dem Wald und im Sommer pflügte es die Äcker – entwickelten die Menschen zwangsläufig eine enge Beziehung zu ihren Pferden. Fahrende Händler nahmen die bemalten Holzpferderdchen in ihr Sortiment auf und machten sie im ganzen Land bekannt.

Foto: C. Nowak

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8.7.2020: Deutschland – Berliner Buddy-Bär

Die Idee zu den lebensgroßen Buddy-Bären hatten Eva und Klaus Herlitz sowie der österreichische Künstler Roman Strobl. Angefangen hat es 2001 mit vier verschiedenen Bärentypen, dem „Freund“ der auf allen vieren steht, dem sitzenden „Freund“, dem „Tänzer“, der auf den Hinterbeinen steht und dem „Akrobat“, der einen Kopfstand macht. 350 Bären wurden bemalt und über all in Berlin aufgestellt. Die Aktion war solch ein Erfolg, dass mehr als 2000 Bären weltweit als Berlin-Botschafter fungieren. Auch vor allen Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland sollen irgendwann Buddy-Bären stehen. Mittlerweile sieht man auch nicht mehr nur die vier Urtypen, denn der Bemalung sind keine Grenzen mehr gesetzt.

Foto: C. Nowak

Hier hibt es den Buddy-Bär für zu Hause…

7.7.2020: Lettland – Rīga

Unübersehbar erhebt sich am Übergang von der Altstadt zum neuen Zentrum das 42 m hohe Freiheitsdenkmal. An seiner Spitze reckt „Milda“, die Gestalt der Freiheit, drei goldene Sterne in die Höhe reckt. Diese stellen die drei historischen Regionen Lettlands, Kurland, Livland und Lettgallen, dar. Den russischen Besatzern war das Denkmal nie geheuer, deshalb haben sie mehrmals versucht, „Milda“ loszuwerden. Mal sollte das Denkmal gesprengt werden, dann wurde es für baufällig und zur Gefahr für den Verkehr erklärt. Deshalb machte der Bürgermeister von Rīga den Brīvības bulvāris kurzerhand zur Fußgängerzone. Als alles nichts half, wurde „Milda“ von den Besatzern zu Mütterchen Russland umgewidmet, die die drei baltischen Staaten in der Hand hält, aber geglaubt hat es niemand. Die Gestalt der Freiheit beschützte weiterhin die Demonstranten, die zu ihren Füßen immer vehementer und erfolgreicher Perestroika und Glasnost einforderten.

Foto: C. Nowak

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6.7.2020: Kanada – Glacier Skywalk

Der Jasper-Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta ist größer als Zypern und liegt in der beeindruckenden Bergwelt der Rocky Mountains. Der Icefields Parkway führt durch diese grandiose Landschaft und verbindet den Banff Nationalpark mit dem Jasper Nationalpark. Gespickt mit atemberaubenden Ausblicken gehört der Parkway zu den schönsten Straßen der Welt. Unweit der Straße kann man auf dem 500 m langen Glacier Skywalk einen Panoramablick über das fast 300m tiefer gelegene Sunwapta Valley werfen, das von gewaltigen Bergen gesäumt wird. Höhepunkt des Rundwegs entlang der Kante ist eine Aussichtsplattform mit gläsernem Boden, die bogenförmig 30 m über den Abgrund hinausragt. Der Blick durch den gläsernen Boden in die Tiefe ist spektakulär, wer ihn wagt, sollte allerdings schwindelfrei sein.

Foto: C. Nowak

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3.7.2020: Irland – Giant’s Causeway

Der Giant’s Causeway zählt zum UNESCO Welterbe und zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Irlands. Um die rund 40.000 Basaltsäulen an der Nordküste der Grafschaft Antrim ranken sich zahlreiche Mythen. Nach einer der bekanntesten Legenden wollte der Riese Finn McCool einen Damm bis nach Schottland bauen, wo ähnliche Basaltsäulen zu finden sind, damit er trockenen Fußes zu seiner Liebsten gelangen konnte. Geologen sehen die Entstehung nüchterner, für sie sind die Säulen bei einem Vulkanausbruch vor 60 Mio. Jahren entstanden. Die meisten Säulen sind sechseckig und rund 30 Zentimeter dick, es gibt aber auch welche mit vier, fünf, acht und zehn Seiten. Im Visitor Centre kann man sich über die Entstehung informieren.

Foto: C. Nowak

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2.7.2020: Litauen – Grutas Park

Ein Geschäftsmann aus Druskininkai fing 1889 an, demontierte Sowjetdenkmäler zu sammeln und neben seinem Gehöft aufzustellen. 2001 machte er seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich – und erntete viel Kritik. Zu verhasst war vielen Litauern die Sowjetzeit und die Monumentalskulpturen rissen viele Wunden auf. Mittlerweile stehen im Grūtas Park rund 100 oft monumentale Skulpturen und die Sammlung ist ein Publikumsmagnet mit mehreren Hunderttausend jährlichen Besuchern.

Foto: C. Nowak

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1.7.2020: Norwegen – Lofoten

Die Lofoten liegen nördlich des Polarkreises und sind vom Festland durch den Vestfjord getrennt. Die fünf größten Inseln, Moskenesøy, Flakstadøy, Vestvågøy, Gimsøy und Austvågøy sind alle durch Brücken oder Tunnel miteinander verbunden. Bei einer Annäherung über den Vestfjord taucht die Bergkette der Lofoten mit ihren bis zu tausend Meter hohen Gipfeln wie eine Fata Morgana aus dem Meer auf. Die Lofotenwand kündigt eine Landschaft wie aus dem Märchen an. Bizarre Berge, dunkel drohend oder mit sanftem Grün überzogen. Strände von karibischer Schönheit mit weißem Sand und türkisfarbenem Meer, nur die Palmen und eine erträgliche Wassertemperatur fehlen noch zum vollkommenen Glück. Der mit Steinen übersäte Sandstrand von Uttakleiv auf Vestvågøy wurde 2005 von der englischen Times als einer der schönsten Strände Europas ausgezeichnet.

Foto: C. Nowak

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