10.7.2020: Estland – Saaremaa

10.7.2020: Estland – Saaremaa

Die Bischhofsburgin Saaremaas Hauptort Kuressaare ist eine der wenigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Steinburgen des Baltikums und typisch für die einst im Machtbereich des Deutschen Ordens errichteten befestigten Konventsbauten. Die im 15. Jh. vollendeten Rundtürme sollten Kanonen aufnehmen; der gewaltigste von ihnen war der Geschützturm. Die Erdbefestigungen entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jh. Mit vier starken Bastionen, den Wällen, drei Außenwerken und dem mit Meerwasser gefüllten Graben war die Burg zu ihrer Zeit ein kaum einzunehmender Wehrbau. Und doch ging sie im Nordischen Krieg ging in Flammen auf; 1762 begann der Wiederaufbau, danach diente sie als Repräsentationsgebäude der Ritterschaft von Saaremaa. Vier dreistöckige Flügel umschließen den Innenhof. Die Mauern sind aus wuchtigen, behauenen Dolomitblöcken, die geometrische, spätgotische Architektur verleiht dem Bau eine strenge Schönheit, die über 20 m hohen, fast fensterlosen Mauern vermitteln den Eindruck der Uneinnehmbarkeit. In den Innenräumen befindet sich ein Museum.

Foto: C. Nowak

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